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Obwohl elf Wanderer angemeldet waren, schrumpfte unsere Gruppe auf fünf Bergkameraden, und so fuhren wir, Hildegard,
Hannelore, Marco und Johanna, unter Herberts Führung los, unser Ziel: Oberrickenbach (873 m). Nachdem der Wetterbericht für Samstag gutes und für Sonntag gemischtes bis schlechts Wetter vorhergesagt hatte,
entschloss sich Herbert, den Wissigstockgipfel am Samstag mit uns zu erstürmen - dies stellte sich im Nachhinein als weitsichtig heraus.
Mit der Gondel ging es von Oberrickenbach aus bergwärts bis auf 1.713 m. Unsere Tour begann bei
Kaiserwetter”, wir marschierten “zügig” bergan. Bei einigen Trinkpausen konnten wir das herrliche Bergpanorama bewundern und dank Herbert lernten wir einige Gipfel mit Namen kennen. Unterhalb vom
Rot Grätli (2.559 m) legten wir die Mittagspuase ein und konnten dabei die letzten Sonnenstrahlen genießen; viel zu schnell mussten wir aufbrechen, um den Gipfel noch bei gutem Wetter zu erreichen.
Über Geröll, Schneefelder und Schiefergestein erreichten wir nach vier Stunden Gehzeit das Gipfelkreuz. Ein schnelles “Bergheil”, anschließend ein kurzer Rundblick,
dann ein schneller Schluck aus der flasche, die klammen Finger in die Handschuhe gesteckt undl os ging es bergab. Der scharfe Wind ließ kein längeres Verweilen zu. Nach
weiteren zwei Stunden Gehzeit waren wir bereits um 16.00 Uhr an der Rugghubelhütte (2.294m). Wir fünf bezogen ein großzügiges Lager - für zwölf Personen vorgesehen. Der
Blick auf Engelberg wurde jedoch von den ersten Regentropfen getrübt. Nach einem üppigen und leckeren Abendessen gesellte sich eine vierköpfige Gruppe aus Emmendingen
zu uns und das “verschärfte Uno” heizte die feuchtfröhliche Runde so richtig an - wobei ich das late Uno besser im Griff hatte.
Der erste Blick aus dem Fenster nach einer langen Nacht trübte gleich die Stimmung: Nieselregen. Das ausgewogene
Frühstücksbuffet stimmte uns kurzfristig fröhlicher. Pünktlich zum Abmarsch zeigte der Himmel blaue Flecken, zuversichtlich zogen wir los und konnten die umliegende
Bergwelt noch genießen. Nach zwei Stunden Gehzeit gelangten wir andie Brunnihütte (1.860 m). Während der kurzen Rast bestand noch Hoffnung auf etwas besseres
Wetter, was sich jedoch als Trugschluss herausstellte. Der Regen wurde heftiger und begleitete uns für den Rest des Abstiegs etwa drei Stunden lang. An der Talstation
Oberrickenbach angekommen waren alle froh, unsere nasse Kleidung gegen trockene austauschen zu können. Nach zwei Stunden Heimfahrt erreichten wir gegen 16.00 Uhr das PSV-Heim.
Trotz wechselnder Wetterlage war es für mich wieder einmal ein unvergessenes Bergerlebnis. Danke, Herbert, für deine
geschickte Organisation.
Johanna Schiff
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