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Kinderwanderung im Rätikon, 24./25. Juli 1999
„Die Alpen sind viel schöner als
der Schwarzwald, da gibt es viel mehr Steine und man kann man so schön über Bäche springen“ (David, 6 Jahre)
„Die Schnarcher haben sich heute nacht in Grenzen gehalten“ (Ute, 51 Jahre)
Das waren zwei Ansichten zu unserer Tour!!
Da Elvira am Samstagmorgen die
Regenjacke vergessen hatte, wurden wir gleich unter wahnsinnigen Stress gesetzt – die Treibjagd begann. Wir mußten den Zeitplan einhalten, um den Bus in Bludenz pünktlich zu erreichen. Zusammengepfercht in einem
Kleinbus (insgesamt 28 Personen auf 20 Sitzplätzen) fuhren wir die vielen Serpentinen hinauf ins Brandnertal und danach weiter zur Talstation der Lünerseebahn. Eine Gruppe (2 Frauen und 4 Männer) wagen den
Aufstieg zum Lünersee zu Fuß, der Rest fuhr mit der Gondel nach oben und wartete auf die Wanderer. Nachdem die Frauen halb erfroren waren (Anm.: bei über 15° C ?), kamen die Wanderer endlich oben an.
Gemeinsam ging es dann um den
Lünersee herum. Nach einer kurzen Rast (Anm.: über 45 Minuten), sagte Herbert: „Von nun an geht’s bergauf!“ Der Aufstieg zum Verajöchle (2.330 m) betrug etwa 400 Höhenmeter. Dort wurde wieder ausgiebig Rast
gemacht. Den Kids war es scheinbar noch nicht zuviel, denn sie versuchten sich im Einfangen von Murmeltieren. Obwohl der Winterschlaf erst seit kurzem zu Ende ist, waren sie alle hellwach und verschwanden
rechtzeitig in ihren Bauten.
Danach ging es mit einem
Zwischentief (Schweizer Tor 2.137 m) zu einem neuen Höhepunkt (Öfapaß 2.291 m). Von dort aus schlitterten wir über die letzten großen Schneereste, zu unserem Matratzenlager auf der Lindauer Hütte.
Nach einer durchschnarchten und
–sägten Nacht (haben Peter, Harald und Carlo Brennholz gemacht?) ging es nach einem guten Frühstück in den Alpengarten. Dort war eine nette Biologie-Lehrerin, die insbesondere uns Kindern das Interesse an Tieren
und Pflanzen der Alpen weckte. Solche eine Biologie-Lehrerin hätten wir auch gerne. Zur Belohnung gab es für alle Kinder Tier- und Pflanzenbilder.
Von nun an ging es leider
Richtung Heimat. Über die Latschätz-Alp ging es munter auf- und abwärts bis zum Mittelstation der Golmerbahn, fast allen bekannt vom Skifahren. Leider mussten wir mit der Golmerbahn nach Tschagguns hinunter
schweben, weil unser „Skalventreiber“ Herbert keine Lust mehr hatte zum Laufen (Anm.: die Frage, wer mit ins Tal laufen will, haben alle schlichtweg ignoriert, nachdem sie die neue Gondelbahn der Golm gesehen
hatten).
Aber trotz allem sind wir der
Meinung, daß es spitze war und wir melden uns bereits jetzt schon für das nächste Jahr wieder an.
Nina Baumann (11 Jahre) und Co.
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