|
Vogesenwanderung zum Hartmannsweilerkopf am 17.10.1999
Schönes Wetter und ein Wanderziel mit Geschichte. Für 13 Wanderfreaks Grund genug dabei zu sein. Nach 85 km Fahrt und einer kleinen Rundfahrt
durch Soultz war unser Ausgangspunkt ein Parkplatz am Col Amic erreicht.
Unser erstes Wanderziel war die Burgruine
Freundstein. Deren Erklimmen und Abstieg war schon eine kleine alpine Einlage, es hat sich aber gelohnt. Eine super Aussicht und hoffentlich auch gute Bilder. Der nächste Anlaufpunkt war die Ferme-Auberge
Freundstein, die inmitten einer steile Weide zwischen Col Amic und Hartmannsweilerkopf liegt. Über Stacheldrahtzäune die steile Weide hoch und
über den Bergkamm führte der Weg zur Ferme-Auberge Molkenrain, die einladend weiter unten im Tal lag. Eine Einkehr war angesagt.
Das nächste Ziel war der Col de Silberloch und
das dort von den Franzosen angelegte National-denkmal mit dem Soldatenfriedhof. Auch aus persönlichen Gründen hat mich der Anblick dieser Anlage tief betroffen; das Weiterlaufen nach kurzer Zeit war mehr ein
Davonschleichen; ich nahm mir vor, wiederzukommen. Der Hartmannsweilerkopf, Le Vieil Armand, hat als blutiger Kriegsschauplatz des ersten Weltkrieges traurige
Berühmtheit erlangt. Sechzigtausend französische und deutsche Soldaten sind hier im Kampf gefallen.
Bergauf zum Hartmannsweilerkopf sahen wir französische
Unterstände, Schützengräben, Reste von Stacheldraht, verbogene Eisenstangen und ein Schild, da darauf hinwies, wie dicht die deutsche und französische Frontlinien zusammenlagen. Danach kam
eine Reihe von befestigten Stellungen: Bremer Ratskeller, Feste
Großherzog. Wir kamen zum Aussichtsfelsen, auf dem 1919 ein Kreuz errichtet wurde.
An der Felswand unterhalb des Kreuzes befindet sich
das Kriegsdenkmal des 152. Französischen Infanterieregiments. Es geht weiter durch den Wald zum Jägerdenkmal mit Inschriften von Regimentern a us ganz Deutschland, die hier gekämpft haben.
Auf einem von deutschen Soldaten
angelegten Serpentinenpfad ging es weiter abwärts, vorbei an befestigten Unterständen. Es folgte der sogenannte Kreuzotterpfad und der letzte Anstieg zur Kapelle Sicurani. Der letzte Ziel und das Ende der Wanderung wurden sichtbar.
Wir kamen zu der Ferme Auberge Kohlschlag unterhalb unseres Parkplatzes. Hier war allerdings voll besetzt. Doch mit einigem Aufwand kamen wir doch noch zu einem Vesper.
Wir bedanken uns bei Herbert, der sicher immer
wußte, wo es lang- bzw. hochging.
Gerd Färber
|