Familien- und Kinderwanderung in der Silvretta, 21./22. Juli 2001
Trotz der Information, dass an der Wiesbadener Hütte 15 cm Neuschnee liegen, hatten wir uns (glücklicherweise) entschlossen, zu fahren, denn: „
No risk, no fun!“
In früher Morgenstunde fuhren wir los und kamen um 10 Uhr bei regnerischem Wetter am Silvrettastausee (2.030
m) an. Mitgefahren sind sieben Erwachsene (unseren Bergführer Hebby mitgezählt) und die Kinder Timo (9 Jahre), Saskia (9 Jahre), Sebastian (10 Jahre), Manuel (11 Jahre), Larissa (12 Jahre) und Nadine (13 Jahre).
Nachdem wir uns gut angezogen hatten, spendierte Hebby zuerst eine Runde Sekt und wir stießen auf Marcos Geburtstag an. Danach noch
schnell ein Gruppenfoto und los gings. Steiler Einstieg ins Bieltal. Nach einer Stunde Gehzeit besserte sich das Wetter und es gab „Sonne pur“ – genau richtig für zwei panoramareiche Alpentage. Jedoch gab es mehr Schnee als
wir erwartet hatten. Um genau zu
berichten, fast einen halben
Meter hoch lag der Schnee, und das mitten im Juli. Wir alle trugen Gamaschen um keine nassen Füße zu bekommen. Wegen der intensiven Sonneneinstrahlung und –reflektion durch die Schneeoberfläche mussten wir und
gut eincremen.
Ziel war, zunächst hinauf zur Radschulter (ca. 2.700 m) zu steigen, dann zum Radsattel (2.668 m) hinüber zu queren und
danach zur Wiesbadener Hütte (2.443 m) abzusteigen. Jeder musste nun seinen Schritt selbst finden, wobei Hebby insbesonder für die Kinder aufmunternde Worte fand. Es wurde jedoch von Stunde zu Stunde mühsehliger, insbesondere bei
steilen Aufstieg hinauf
zur Radschulter.
Nach zwei längeren Pausen, die von den Kindern mit einer Schneeballschlacht genutzt wurden, erreichten wir nach fast sechs Stunden den Radsattel. U
nser Führer lobte besonders die Kinder, dass sie sich bei diesen Verhältnissen
so gut geschlagen hatten. Jeder hoffte, dass das Ziel, die Wiesbadener Hütte, bald erreicht wird.
Nach sieben Stunden erreichten wir endlich unser Ziel und wurden mit einen herrlichen Ausblick auf Piz Buin, Dreiländerspitze und Silvrettahorn belohnt. „Traumhaft!“
Müde gingen wir nach einem guten Essen und einem lustigen Spieleabend um 22 Uhr in unser
Matratzenlager: „Hebby, we are happy!“
Am Sonntagmorgen, nach einem ausgiebigen Frühstück beschlossen wir, nicht
mehr zum Ochsental-Gletscher aufzusteigen, sondern gemütlich durchs Ochsental zum Silvretta-Stausee
abzusteigen. Es war die richtige Entscheidung und wunderschön. In kurzen Hosen und ohne Schnee bewunderten wir die schönen Alpenblumen (Enzian, Hauswurz, Teufelskralle, Türkenbund u.v.m)
und das herrliche Panorama. Auch zeigten sich hin und wieder
Murmeltiere.
Eine Pause wollten die Kinder zum „Damm bauen“ nutzen, doch die reißenden Fluten des Gletscherbaches ließen es kaum zu. Am Silvrettastausee angekommen,
genossen wir noch mal die schöne Aussicht und fuhren anschließend nach Freiburg, wo wir das Wochenende im PSV-Heim ausklingen ließen.
Für mic h und meine Familie war es in dieser Form beim PSV die erste Wanderung und damit ein besonderes
Erlebnis. Wir waren eine ganz tolle Gruppe. Vielen Dank Hebby, es war ein schönes und erlebnisreiches Wochenende
.
Doris Hollinger

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1. September 2009
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