Da die Anfahrt nach Saas Grund nicht allzu weit und der Aufstieg zu den Weissmieshütten nicht allzu lang war, fanden wir uns zu einer äußerst angenehmen Abfahrtszeit, nämlich um 8.00 Uhr beim PSV ein. Wir, das waren Eberhard Stegerer, Peter und Volker Pfaff, Peter Ehret, Herbert Higle und Angelika und Peter Burkart. Friedbert sollte nach dem Programm die Tour führen. Leider war sein Knie anderer Meinung, so dass Eberhard kurzfristig für ihn eingesprungen war. Wir verluden unsere Autos in Kandersteg und machten nach der Tunneldurchfahrt zunächst einmal eine gemütliche Pause in Steg bei Kaffee und Nußgipfeli. In Saas Grund kamen wir nun gerade zur Mittagspause der Seilbahn an und konnten erst danach bis zur Zwischenstation Kreuzboden hinauffahren. Von dort aus erreichten wir in den angegebenen 45 Minuten die Weissmieshütten (2726 m). Nach dem Beziehen der Lager und einer Pause stellte sich die Frage, was mit dem Nachmittag noch anzustellen sei. So kamen wir auf die Idee die Umgebung noch etwas zu erkunden und  bis zum Einstieg in den Jegihorn-Klettersteigs zu gehen, der als mittelschwer eingestuft ist. Außer Volker und mir gingen alle mit und kamen nach 1 1/2 Stunden wieder zurück auf die Hütte, zeitig genug zum Abendessen um 18.30 Uhr. Da wir ja früh aufsteh en musste n, ging es bald ab in die “Federn”.

Um 3.20 Uhr wurden wir von der Hüttenwirtin geweckt und um 4.30 Uhr machten wir uns auf den Weg. Zunächst über Moränen gelangten wir an den Lagginhorngletscher wo Eingurten, Steigeisen anlegen und Anseilen angesagt war

 

 

Nach Übersteigung des Gletschers bis auf eine Höhe von 3350 m überquerten wir ein großes Block- und Geröllfeld, über welches wir den WSW-Grat des Lagginhorns auf 3450 m erreichten. Nun galt es auf diesem Grat noch 660 Höhenmeter zu bewältigen. Da unsere einzige Bergkameradin unter erheblicher Konditions- und Motivationsschwäche litt, kamen wir nur langsam voran. Hinzu kamen ein ziemlich unangenehmer Wind und Kälte, so dass wir uns nach Erreichen des Gipfels um 10.30 Uhr dort nicht lange aufhielten, sondern bis in eine windstillere Stelle abstiegen und eine halbe Stunde Mittagsrast einlegten. Der Abstieg erfolgte auf gleicher Route und wir kamen um 15.30 Uhr glücklich wieder bei den Weissmieshütten an. Aber Ruhe war uns nach diesen 11 Stunden nicht vergönnt, wir mussten ja noch nach Hause fahren. So packten wir rasch alle unsere auf der Hütte zurückgelassenen Sachen zusammen, stiegen zur Zwischenstation Kreuzboden ab und fuhren um 16.30 Uhr mit der Seilbahn ins Tal hinab nach Saas Grund. Ein Kaffee für die Fahrer - und natürlich auch für die Beifahrer - zur Stärkung musste aber noch sein. Gegen 21.00 Uhr kamen wir in Heitersheim in Schneiders Strauße an, wo uns Elvira bereits einen Tisch reserviert hatte. Die langersehnten und wohlverdienten Schnitzel waren leider nicht mehr zu haben. Dafür gab es anlässlich eines Hoffestes einen

 

 

 

 

 

 

 

 besonderen Ohrenschmaus: Volksmusik !!! Nach der Stärkung machte sich jeder in seine Richtung auf den Rest der Heimfahrt.Eberhard sei herzlich gedankt, dass er die Führung der Tour übernommen hat. Da auch Petrus mitgespielt hat war sie ein voller Erfolg, besonders für Volker Pfaff und Peter Ehret, für die es der erste Viertausender war.

Peter Burkart 

Hochtour zum Lagginhorn, 4./5. August 2001

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