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Der Tarangire-Nationalpark ist einer von 14 solchen Parks in Tanzania und liegt südwestlich von Arusha auf einer Höhe v on 1200 bis 1400 Metern, ganz in der Nähe des Lake Manyara. Durch den Park fließt der Tarangire-Fluss, der das
ganze Jahr über Wasser führt, selbst zur jährlichen Trockenzeit von Juli bis Oktober. Deshalb ist gerade in dieser Zeit der Park besonders tierreich, weil viele Tiere aus den benachbarten trockenen Regionen hier einwandern.
Bis 1920 waren die heute auch landwirtschaftlich genutzten Flächen ein bewaldetes Sumpfgebiet. Infolge der
Entwässerung kamen 1930 die ersten Siedler aus den Gegenden Ostafrikas. Es wurden Mais- und Reisfelder, Obstplantagen angelegt und Kokos bäume gepflanzt. Das Gebiet um den Tarangire River wird bis 1957 unregelmäßig
von Maasai mit ihren Viehherden durchstreift. Wegen der Verseuchung durch die Tsetse-Fliege können die Maasai allerdings hier nicht heimisch werden. Das Gebiet wird insbesondere in der
Trockenzeit zu einem bevorzugten Jagdrevier von reichen Großwildjägern. Im Jahre 1957 wird das Gebiet um den Fluss zum Tierreservat (Game Reserve) erklärt.
B iologische Untersuchungen von Dr. Lamprey in den Jahren bis 1961 tragen wesentlich dazu bei, dass die tanzanische Regierung das Tarangire Reservat, gegen den Widerstand der Maasai,
in einen Nationalpark umwandelt (1970 erfolgte die Gründung des Parks).
Auch im Rahmen der Forschungen von Dr. Prof. Grzimek, der die Wanderungen der Großtiere des Öko- systems Serengeti/
Massai Mara untersucht hat, brachte die Erkenntnis, dass auf dem Höhepunkt der Trockenzeit im August und September eine sehr starke K onzentration an Wild am Tarangire River festzustellen ist, währen in der großen Regenzeit um
die Jahresmitte das Gebiet des Parks recht wildarm ist. Trotz seiner verhältnismäßi großen Ausdehnung ist der Tarangire Nationalpark mit 2.600 km² im Vergleich zur Serengeti
mit 14.763 km² viel zu klein, um den wandernden Wildherden genug Raum zu bieten. Deshalb verlassen auch rund 75 % der Großtiere den Nationalpark und verteilen sich in der Maasai-Steppe.
Die Nähe des Tarangire Flusses lä sst die Landschaft grünen. Akazien, Affenbrotbau, Palmen und viele Buscharten
sind in der Savannen- landschaft zu finden. Charakteristisch ist aber der Baobab Baum.
D ie Fauna ist vielzählig - wir sahen neben riesigen Zebra- und Gnuherden, auch große Elefantenherden und -familien, Elenantilopen, Gazellen, Oryx-Antilopen, Impalas,
Warzenschweine, Schakale, Wasserböcke, verschiedene Gazellenarten, Pavian-Familien, Giraffen und viele Vogelarten. Eine Löwenfamilie, die gerade ein gerissenes Gnu “verspeiste”, sich ein selten zu sehendes
Erlebnis. Ein besonderes Highlight war aber die Begegnung zwischen
zwei Sattelstörchen und einem Weißkopfadler, die sich um den besten Futterplatz stritten - für uns mit einem überraschenden Ergebnis (der Adler musste sich zurückziehen!).
Da unsere Safari zwei Tage dauerte und wir nicht zurück nach Moshi fahren konnten, übernachteten wir in der Elephant Lodge, nördlich des Parks gelegen, weit abseits der Hauptstraße, tief drinnen im Massailand.
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