Zur optimalen Akklimatisierung und um unsere Chancen für den Kili-Aufsteig zusätzlich zu erhöhen, machten wir im Vorfeld eine Tour zum Mount Meru. Der einsame Felsengipfel steht zwar im Schatten des Kilimanjaro, ist aber mit 4.566 m ein nicht zu verachtender Viertausender mit einem formschönen ausgeprägten Vulkankrater. Sein letzter Ausbruch war 1877 mit anhaltender Vulkantätigkeit bis 1910. Die Besteigung ist anspruchsvoller als die Normalrouten zum Kibo. Der Mount Meru befindet sich im Arusha Nationalpark, einem kleinen Naturschutzgebiet, dessen vielseitige Tierwelt auch einen Besuch wert ist. Die Aufstiege zum Gipfel führen zunächst durch zauberhafte tropische Wälder, weiter oben durch eine vulkanische Steinwüste.

Der Mount Meru wird üblicherweise in vier Tagen erstiegen - vom Momela Gate bis zum Gipfel sind es immerhin 3.000 Höhenmeter. Bei dieser Tour wird in einfachen Hütten übernachtet, die jedoch nicht bewirtschaftet sind. Es stehen Schlafplätze und Räume zum Essen zur Verfügung. Für uns überraschend: es gab sogar Duschen, wenn auch nur mit Regenwasser (aber immerhin) - mehr als später am Kilimanjaro.

Beim Aufstieg bis zur Saddle-Hütte musste uns ein bewaffneter Ranger begleiten, da überall wilde Büffel anzutreffen sind. Neben den Wasserbüffel sahen wir beim Aufstieg noch Warzenschweine, ein paar Affen und unsere ersten Giraffen in freier Wildbahn. Mehr dazu auf den folgenden Seiten.

Mount Meru
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1. September 2009

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