Ausgangspunkt für unsere Touren zum Kilimanjaro, zum Mount Meru und auch für den Tarangire Nationalpark war die Stadt Moshi, etwa 800 Meter hoch gelegen, eine Stadt mit ca. 130.000 Einwohnern. Kaffeesortierung und -verpackung, Sackproduktion aus Sisal, Leder-, Baumwollherstellung und -verarbeitung, Sperrholz- und Streichholzproduktion - Moshi gilt als kleines Industriezentrum (wieso auch immer). Obgleich der Ort in unmittelbarer Nähe zum Kilimanjaro liegt, ist der Tourismus im Gegensatz zu dem in Arusha schwar ausgebildet. Bei klarem Wetter ist die Silhouette des höchsten Berges in Afrika mit den beiden Gipfeln, dem Kibo und dem Mawenzi, ein gigantischer Anblick.

Die einzigen Sehenswürdigkeiten von Bedeutung sind die große Djamat-Khan-Moschoee und das Bahnhofsgebäude mit dem Endpunkt der 1912 gebauten Usambara-Eisenbahn. Der damals kleine Marktort im Umland der Chagga und der deutschen Siedler, die hier haptsächlich Kaffee anbauten, entwickelte sich schnell zu einem bedeutenden Kaffee-Umschlagplatz zum Export über Dar-es-Salaam nach Europa. Nachdem Kaffee nicht mehr der große Devisenbringer ist, verfällt die Stadt allmählich. Die bröckelnden Häuserfassaden der einst reichen Besitzer sind dafür ein nicht zu übersehendes Anzeichen. Pulsierendes Leben herrscht jedoch heute noch immer in der Innenstadt rund um den Markt.

Adventure Train hatte für uns in der Kilemakyaro Mountain Lodge Quartier bestellt. Die Lodge liegt etwa 10 Autominuten vom Zentrum entfernt und gilt nach dem Outdoor-Handbuch aus dem Conrad Stein Verlag als das beste Hotel der Stadt und bietet eine familiäre Atmosphäre und einen fantastischen Blick auf den Kilimanjaro. Sie liegt eingebettet in den Kaffeeplantagen von Tschibo und Mayfair und hier kann man die absolute Ruhe genießen. Kilemakyaro heisst in der Sprache der Chagga (= Bewohner am Kilimanjaro) so viel wie unmögliche REise. Die Chagga waren auch der Meinung, dass die Besteigung des Berges nicht möglich ist.

Die Kilemakyaro Mountain Lodge ist der ideale Ausgangspunkt für die Trekkingtouren oder eine Safari, aber auch nach der Besteigung kann man in dieser gepflegten Parkanlage mit riesigen Palmen und vielen Blumen sehr gut relaxen und sich von den Strapazen der Trekkingtour und er Reise erholen. Vögel zwitschern, Grillen zirpen und aus jedem Bungalow hat man einen fantastischen Blick auf den Berg - Natur pur.

Ein “großer” Pool lädt zum Baden und Schwimmen ein (wenn es mal nicht gerade wieder gereinigt werden muss). Das Zentralhaus ist ein altes deutsches Kaffee-Farmerhaus (erbaut 1885 von Hans Bruno) und wurde liebevoll restauriert. Hier drin befindet sich das Restaurant und eine Bar. Die 20 geräumigen Bungalows sind verteilt über eine Fläche von 600 ha. Die ZImmer sind liebevoll im landestypischen Stil eingerichtet.

Ein längerer Aufenthalt über einige Tage bietet sich dabei geradezu an.

Wir grüßen hier den Inhaber der Lodge - Mr. Joackim v. Minde und die charmante Assistentin Nancy Simon. Ein paar Verbesserungen (Service, Weinkeller ...) sind auch hier immer noch möglich - wir hoffen, dass ihr das bald im Griff bekommt. Aber für die Verhältnisse vor Ort ist man auf der Lodge ziemlich weit voraus.

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Kilimakyaro Lodge

Besuche seit August 2002:

1. September 2009

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