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Tal der Loire

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Saumur

Dieser Ausflug führte uns zunächst zum Schloß Azay-le-Rideau, danach zum Chateau Chinon, von hier folgten wir dem Lauf der Vienne bis zur Mündung in die Loire und weiter bis nach Saumur. Der Loire aufwärts folgend kamen wir zum Dornröschenschloß Ussé, bevor wir spät abends den Campingplatz wieder erreichten.

Azay-le-Rideau gehört zu den typischsten und elegantesten aller Loireschlösser. Es liegt in einer Schleife der Indre, einer der unzähligen Zuflüsse der Loire, und wurde nach venezianischer Art auf Holzpfählen mitten in sumpfigen Gelände errichtet.

Die Geschichte von Azay geht ins 12. Jh. zurück, denn an der seiner Stelle erheob sich damals die Feudalherrenburg der Familie Ridel, von der der Ort und das spätere Schloß ihren Namen erhielten (Die Einheimischen werden heute noch als Ridelois bezeichnet)

Das Schloß Chinon erhebt sich hoch über der Stadt, an der sich früher ein römisches Kastell befand; im Mittelteil sind noch Teile der römischen Befestigungsmauer sichtbahr. Obwohl von fast sämtlichen Gebäuden nur noch Ruinen erhalten sind, sieht die 400 m lange Schloßmauer vom gegenüberliegenden Ufer der Vienne unversehrt aus.

Chinon besteht in Wirklichkeit aus drei Schlössern: Fort Saint- Georges, Château du Milieu und Château du Coudray. Es wurde zu einem großen Teil im 10. Jh. von den Grafen von Anjou und Blois errichtet.Im 12. Jh. kamen die Plantagenets an die Macht und das Schloß schien sicher und komfortabel genug, um dem englichen König Heinricht II. als ständige Residenz zu diesen. 1205 gelang es den Franzosen endlich, nach einjähriger Belagerungszei Chinon aus der Gealt von Johann zu befreien. 1307 wurden in den Kerkern mehrere Ritter des Templerordens gefangengehalten und nach einem Prozeß in Paris auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Vom Tour de Boisy genießt man einen herrlichen Blick über die Stadt und die Vienne. Im Tour de l’Horloge (Uhrturm), dessen Grundriß ein langezogenes Rechteck darstellt, ist ein kleines Museum zu Ehren von Jeanne d’Arc unterbebracht.

Schloß Saumur wurde wahrscheinlich auf den Fundamenten einer römischen Befestigungsanlage auf einem felsigen Hügel errichet. Der erste Bau des Schlosses geht auf das 10. Jh. zurück, der heutige datiert aus dem 14./15. Jh., als die Grafen von Anjou Saumur zum Regierungssitz wählten.

Die zahlreichen Türmchen, vergoldeten Wetterfahnen, die üppig verzierten Kamine und Zinnen verliehen ihm ein märchenhaftes Aussehen, das es heute allerdings verloren hat. Kein Wunder, wurde Saumur doch nacheinander im 16. Jh. Hochburg der Hugenotten - die sich ständig verteidigen mussten - im 18. Jh. Staatsgefängnis und im 19. Jh. ein Militärlager. Von der Hofterrasse aus genießt man einen herrlichen Blick über die Schieferdächer der Stadt uönd die Loire.

Das Schloß “Usse” soll durch seine märchenhafte Romantik im 18. Jh. den Dichter des franzöischen Dornröschen inspiriert haben. Das Schloß entstand im 15. und 15. Jahrhundert wurde im 17. Jh. erweitert. Das in Privatbesitz befindliche Schlß beherbergt heute ausgesuchte Gemälde und Möbel und den Besuch der schönen Gartenanlagen und die Renaissancekapelle sollte man nicht versäumen.

unsere Seiten wurden zuletzt aktualisiert am:

1. September 2009