|
Das Schloß Chinon erhebt sich hoch über der Stadt, an der sich früher ein römisches Kastell befand; im Mittelteil sind
noch Teile der römischen Befestigungsmauer sichtbahr. Obwohl von fast sämtlichen Gebäuden nur noch Ruinen erhalten sind, sieht die 400 m lange Schloßmauer vom gegenüberliegenden Ufer der Vienne unversehrt aus.
Chinon besteht in Wirklichkeit aus drei Schlössern: Fort Saint- Georges, Château du Milieu und Château du Coudray. Es wurde zu einem großen Teil im 10.
Jh. von den Grafen von Anjou und Blois errichtet.Im 12. Jh. kamen die Plantagenets an die Macht und das Schloß schien sicher und komfortabel genug, um dem englichen König
Heinricht II. als ständige Residenz zu diesen. 1205 gelang es den Franzosen endlich, nach einjähriger Belagerungszei Chinon aus der Gealt von Johann zu befreien. 1307 wurden in den Kerkern mehrere Ritter des Templerordens gefangengehalten
und nach einem Prozeß in Paris auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
Vom Tour de Boisy genießt man einen herrlichen Blick über die Stadt und die Vienne. Im Tour de l’Horloge
(Uhrturm), dessen Grundriß ein langezogenes Rechteck darstellt, ist ein kleines Museum zu Ehren von Jeanne d’Arc unterbebracht.
|