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Chambord ist das wohl berühmteste aller Schlösser an der Loire und eine erstaunliche Leistung der damaligen Baukunst. Mit seinem extravagenten Baustil versetzt dieses Märchenschloß eines üppig und in grenzenloser Pracht lebenden Herrschers die Besucher auch noch heute in Erstaunen. Chambord befindet sich inmitten eines von Mauern eingefaßten, rund 5400 ha großen Waldes, dem Parc de Chambord. Er ist heute staatliches Wildreservat, das von der berittenen Gard Pépublicaine, die im Schloß stationiert ist, regelmäßig kontrolliert. Die Baugeschichte von Chambord ist nicht kückenlos überliefert, der Architekt ist nicht bekannt. Die 365 (!) verzierten Renaissancekamine und die prachtvollen Laternen auf der Dachterrasse deuten zweifelos auf italienische Baumeister hin. Auch die Mauerverzierungen aus Schiefer - der wie Marmor wirkt - verraten italienischen Einfluß. Auf der Dachterrasse, auf der man sich frei bewegen kann, genießt man einen weiten Blick über die Wälder von Chamborg, der einmalig ist. Die größte Akttraktion im Schloßinnern ist die monumentale Treppe mit zwei getrennten, ineinander verschlungenen Aufgängen. Es sprich viel dafür, dass Leonardo da Vinci, der von Franz I. an den Hof in Amboise berufen worden war, diesen Aufgang kurz vor seinem Tode 1519 selbst entworfen hat. Auf dieser einmaligen Treppe können zwei Personen gleichzeitig hinauf- bzw. hinuntergehen, ohne einander zu begegnen. |
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