Motorradausfahrt in die Eifel und an die Mosel - vom 28.4 bis 1.5.2011
Für den Polizeisportverein war das sicher eine Weltpremiere – eine Motorradtour im Wanderprogramm. Warum nicht ? Soweit hergeholt ist das ja auch wieder nicht, schließlich gibt es bei der Polizei ja auch Motorradstaffeln. So trafen sich am 28.4.2011 um 8.00 Uhr am alten Zoll bei Marckolsheim die drei Teilnehmer Hebbi und Elvira und der Unterzeichner mit zwei identischen Motorrädern zum Start. Andere potentielle Teilnehmer mit Interesse mussten aus unterschiedlichen Gründen dann doch noch absagen. Für’s gemeinsame Fahren war die geringe Gruppengröße aber kein Nachteil.
Zunächst ging’s über Schlettstadt, Villé nach Schirmeck, wo das Memorial leider noch geschlossen hatte, die beeindruckende Architektur aber bewundert werden konnte. Leider haben die rauhen Beläge der Vogesenstraßen dem Hinterreifen auf Hebbis Motorrad den Rest gegeben, was eine intensive Suche nach einer Werkstatt mit einem verfügbaren Reifen auslöste – aber dazu später. Weiter ging’s über St.Avold und Saarlouis – an der Saar entlang nach Mettlach und dann zur Saarschleife. Dort trafen wir auf ein sehr schön gestaltetes Besucherzentrum und vor allem auf diesen herrlichen Blick auf den Fluß. Das für den ersten Tag vorrätige Vesper schmeckte an diesem Ort besonders gut und drei Regentropfen konnten die Stimmung nicht trüben. Wir fuhren weiter der Mosel entlang nach Echternach, wo die Einnahme eines Kaffees dringlich war, dann durch Luxemburg (traumhafter Benzinpreis von 1,34 € !) nach Trier, wo unsere erste Etappe endete. In einem recht neuen Hotel fanden wir eine gute Unterkunft und die Empfehlung des Hotels für das Abendessen war ein Volltreffer. So kamen wir zum sportlichen Ausgleich zu Fuß in die Innenstadt/Fußgängerzone auch an der Porta Nigra und dem Dom vorbei, der natürlich angesichts der fortgeschrittenen Stunde bereits geschlossen war. Man kann halt nicht alles haben!
Der zweite Tag bot uns eine Fahrt durch wunderschöne Landschaften – zunächst entlang der Mosel nach Piesport („Piesporter Tröpfchen“), dann über Morbach nach Bernkastel-Kues und Kröv („Kröver Nacktarsch“) nach Traben-Trarbach. Alles Orte, die einem Badener durchaus geläufig sind, nicht zuletzt der bekannten Weine wegen. Auch hier war wieder eine Pause mit Kaffee und Eis angesagt, so das es dann gestärkt durch die Vulkaneifel weiter gehen konnte. Beim Schalkenmehrer Maar haben wir das Genießen der Aussicht mit der körperlichen Erholung ideal kombiniert. Von diesen Maaren gibt es hier mehrere, sie sehen aus wie kleine Binnenseen, sind jedoch vulkanischen Ursprungs, heute Sehenswürdigkeit und Nahholungsgebiet. Eine weitere Schleife durch die Eifel über Kyllburg, Gerolstein und Daun führte uns dann zu unserem Hotel in Cochem. Da es etwas außerhalb lag bot es sich an, nach dem Abendessen noch einen kleinen Spaziergang nach Cochem zu machen und das malerische Städtchen unterhalb der Reichsburg zu besichtigen. Leider mußten wir feststellen, daß es stark vom Tourismus geprägt ist.
Am dritten Tag war nun auch nach mehreren Telefonaten die Montage neuer Reifen auf Hebbis Motorrad geklärt, die Lieferung per Kurier zu einem Händler in Wittlich versprochen. So fuhr Hebbi also nach Wittlich, der Unterzeichner zum Nürburgring, wo die letzten Eindrücke von einem Besuch in der Studentenzeit herrührten. Vielleicht wäre ja auch eine Runde auf der Nordschleife möglich? Bei der Anfahrt war akustisch allerdings schon unüberhörbar, dass eine Veranstaltung stattfand. Es lief ein 4-Stunden-Sportwagen-Rennen mit Rahmenprogramm. Die Besichtigung der neuen Anlagen war jedoch durchaus lohnenswert. Außerdem wurde das neu erstellte historische Fahrerlager mit vielen Oldtimern und Prominenz eröffnet. Also auch ohne Nordschleife war es für mich ein lohnender Besuch. Nach dem Zusammentelefonieren und Treffen (die Reifen waren nicht geliefert worden, nur ein gebrauchter Hinterradreifen wurde montiert) und einem weiteren Blick auf das gerade laufende Rennen an der Geraden vor Start und Ziel ging’s dann weiter. Durch die landschaftlich schöne Hohe Eifel, vorbei an der ehrwürdigen Ruine Nürburg, dem Schloß Dürresheim und Mayen wieder an die Mosel. Auf Anraten einer Elvira bekannten Winzerin umfuhren wir Koblenz, da wegen der Bundesgartenschau viel Verkehr zu erwarten war. Also zurück zum Rhein und an diesen entlang über Boppard, St.Goar nach Bacharach. Eine weitere Schleife durch den Soonwald und teilweise über schmale und schlechte Sträßchen führte und dann zu unsrem Hotel in Bad Münster am Stein. Der Versuch ein anderes Restaurant zu finden mißlang, weil die Kneipen in der Umgebung nichts Besseres versprachen, und außerdem fielen ein paar Regentropfen. Das Essen in unserem Hotel fiel dann aber doch zu unserer Zufriedenheit aus.
Nun galt es schon wieder die Heimreise anzutreten. Entlang der Alsenz an Kaiserslautern vorbei, durch den Pfälzerwald über Bad Bergzabern, zum Deutschen Weintor. Nach einer verdienten Pause und einer kurzen Besichtigung ging’s bei Wissembourg nach Frankreich, und bei Iffezheim wieder auf die deutsche Seite. Eine Rückfahrt auf der Autobahn wäre zu langweilig gewesen. Deshalb zog es uns von Baden-Baden nochmals hinauf zur B 500, wo wir über die Bühler-Höhe, Unterstmatt, Hornisgrinde (am 1. Mai am Mummelsee total überlaufen), Schliffkopf zur Alexanderschanze fuhren. Von dort wieder abwärts nach Bad Peterstal (Cafe Räpple mit riesiger Kuchenauswahl sehr empfehlenswert). Weiter über Zell a.H., über den Schönberg nach Seelbach, und über das Schuttertal und Freiamt nach Emmendingen. Kurz vor dem Ziel hat uns dann noch der stärkste Regen der ganzen vier Tage erwischt! Aber auch das gehört nun einmal dazu.
So ging eine wunderbare Motorradtour dank STVO-konformen Verhaltens (dies bedarf eigentlich keiner Erwähnung) erfolgreich zu Ende. Hebbi sei ausdrücklich Dank gesagt für die Idee, die Organisation und letztlich die zielsichere Navigation auch über kleine Nebenstrecken. So wird diese Ausfahrt in guter Erinnerung bleiben.
Peter Burkart








.... demnächst auch noch ein paar Fotos mehr ...

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18. Juni 2011
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